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Auf dem Friedhof Berlin-Weißensee steht ein schmuckloser Grabstein, der an die in den Jahren 1942/43 hingerichteten Mitglieder der jüdisch-kommunistischen Gruppe Herbert Baum erinnern soll. Vierzehn, acht weibliche und sechs männliche, der 27 Mitglieder waren erst 22 Jahre alt oder jünger. Den Mitgliedern der Gruppe Baum wurde 1943 der Prozess gemacht.
In Berlin scheint der Widerstand dieser hauptsächlich aus Jugendlichen bestehenden Gruppe fast vergessen. Keine Straße ist nach Herbert Baum und den anderen Mitgliedern seiner Gruppe benannt, keine Schule trägt seinen Namen, kein Gedenkstein mahnt uns daran, daß das Schicksal dieser Widerstandsgruppe eng mit dem Holocaust der Berliner Juden verbunden ist ...
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Die Geschichte der Gruppe Baum läßt sich in folgende Phasen unterteilen:
Wechsel in die Illegalität am Beginn des Jahres 1933
Illegale Aktivitäten bis zum Beginn des 2. Weltkriegs
Nachlassen der illegalen Arbeiten während des Nichtangriffspaktes zwischen Deutschland und der UdSSR vom 23. August 1939 bis zum 22. Juni 1941
Sabotage, Flugblätter, Flugschriften und Fluchthilfe für Juden in den jüdischen Zwangsarbeiterabteilungen von Siemens
Brandschlag auf die antisowjetische Ausstellung Das Sowjetparadies in Berlin am 18. Mai 1942
Verhaftung und Hinrichtung (Mai 1942 bis Juni 1943)
Der Brandanschlag auf die Ausstellung, die später zur Ergreifung der Mitglieder führte, wurde von Herbert Baum selbst vorgeschlagen. Erfahren hatte er von der Ausstellung aus dem
Völkischen Beobachter
Wie der Gestapo die Festnahme der Mitglieder in so kurzer Zeit gelang, ist noch immer ungeklärt. Man vermutet einen Spitzel in den Reihen der Gruppe. Verdächtigt wird ein Gruppenmitglied, Joachim Franke, dessen Name auch auf dem Gedenkstein auf dem Friedhof in Weißensee fehlt. Franke wurde aber mit den anderen Mitglieder 1943 hingerichtet.
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