| Amsterdam wurde nach der niederländischen Kapitulation im Zuge des deutschen Westfeldzuges am 15. Mai 1940 besetzt. Strategisch wenig bedeutend, blieb die Stadt von Bombenangriffen weitgehend verschont. Nur der Flughafen Schiphol wurde einige Male Ziel alliierter Bomber. |
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Wegen des hohen jüdischen Bevölkerungsanteils (ca. 5%) und als Verwaltungsmetropole war Amsterdam ein Zentrum der nationalsozialistischen Judenverfolgung in den Niederlanden. Bereits am 23. Februar 1941 wurden etwa 400 jüdische Niederländer ins KZ Mauthausen in Österreich deportiert, was am 25. Februar zu einem Generalstreik in Amsterdam führte, der durch massiven SS- und Polizeieinsatz in den nächsten Tagen gebrochen wurde. Über 100 Amsterdamer wurde als Rädelsführer verhaftet. Zum ersten Mal war es zu einer spontanen Aktion gegen die Besatzungsmacht und zu einer Solidarisierung mit den jüdischen Mitbürgern in einem von Deutschland eroberten Land gekommen. |
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| Am 14. Juli 1941 begannen die eigentlichen Verfolgungen mit der Verschleppung von Tausenden Kindern, Frauen und Männern ins Lager Westerbork und von dort in die Vernichtungslager Sobibor und Auschwitz. Den Deportationen, die bis in den September 1944 fortgesetzt wurden, fiel fast die gesamte jüdische Bevölkerung von Amsterdam zum Opfer, darunter auch das Mädchen Anne Frank, dessen im Versteck geführtes Tagebuch nach dem Krieg als eines der erschütterndsten Zeugnisse des Leidens der Gejagten bekannt wurde. |
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