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Das südlich von Kattowitz in Polen gelegene Lager wurde im Juni 1940 als KZ in Betrieb genommen (Gesamtausdehnung: 40 qkm).
Auschwitz bestand aus dem Stammlager, dem Vernichtungslager Birkenau (ab Oktober 1941), dem Lager Monowitz und weiteren 38 Neben- und Außenlagern. Das im Frühjahr 1941 nahe Auschwitz gebaute Buna-Werk der IG Farben AG bezog seine Arbeitskräfte aus dem Lager Monowitz.
Nach Erprobungen des von den IG Farben entwickelten Giftgases Zyklon B (Blausäurepräparat) an 900 sowjetischen Kriegsgefangenen im September 1941 begannen im Januar 1942 in Birkenau die Massenvergasungen von Juden. |
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Die aus 23 Ländern nach Auschwitz deportierten Juden wurden bei ihrer Ankunft von SS-Ärzten und SS-Angehörigen auf einer Rampe selektiert: Die als arbeitsfähig angesehenen wurden ausgesondert, der überwiegende Teil in die Gaskammern geschickt, wo 1943 mehrere Male täglich jeweils 2-3000 Menschen ermordet und in Krematorien bzw. großen Gruben verbrannt werden konnten (Verbrennungsöfen der Firma Topf und Söhne). Infolge der unmenschlichen Arbeits- und Lebensbedingungen betrug bei den im Buna-Werk beschäftigen ca. 35.000 Häftlingen die Lebenserwartung nur fünf bis sechs Monate. Bei Arbeitsunfähigkeit wurden auch sie in Birkenau vergast, und zwar mit Wissen der Firmenvertreter von IG Farben, Krupp und anderer im oberschlesischen Industriegebiet ansässiger Firmen. |
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Bei den registrierten Häftlingen im Stammlager Auschwitz übten mit Duldung des Lagerkommandanten Höß Kriminelle als Kapos ein brutales Willkürregiment mit Mißhandlungen aus. Am 7. Oktober 1944 kam es zu einem Fluchtversuch und Aufstand von Häftlingen und zur Brandstiftung an einem Krematorium. Eine Widerstandsgruppe im Lager suchte Kontakte zu polnischen Untergrundkämpfern.
Die Gesamtzahl der Häftlinge betrug in Auschwitz 405.000 (ein Drittel Frauen), davon kamen ca. 261.000 um. Beim Herannahen der sowjetischen Truppen wurden ca. 60.000 Häftlinge auf Befehl Himmlers in weiter westlich gelegene Lager transportiert (Todesmarsch). |
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Die Rote Armee traf am 27. Januar 1945 in Auschwitz ca. 5000 kranke Häftlinge an. Die Anzahl der nicht registrierten und nach ihrer Ankunft unmittelbar in die Gaskammern gebrachten Häftlinge ist zuverlässig nicht zu ermitteln. Sie liegt mindestens bei einer bis 1,5 Millionen. Nach dem von Himmler am 1. November 1944 angeordneten Ende der Massenvergasungen in Auschwitz wurden die Gaskammern und Krematorien von der SS vernichtet. |
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Der Name Auschwitz wurde zum Inbegriff des voll technisierten und perfektionierten Massenmordes. Im Auschwitz-Prozeß in Frankfurt/Main wurden 1965 eine Reihe der im Lager selbst Verantwortlichen zwar zur Rechenschaft gezogen, jedoch nur zu geringen Strafen verurteilt. Die Gesellschafter der an den Vergasungen in Auschwitz durch Lieferungen des Giftgases beteiligten Firmen Tesch und Stabenow wurden von einem britischen Militärgericht 1946 verurteilt und hingerichtet, der Direktor der Degesch, Dr. Peters, 1955 mangels Beweisen von einem deutschen Gericht freigesprochen. |
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