Kemna (Wuppertal-Beyenburg) In die Kemna, die in einem stark linksorienterten Gebiet lag, kamen meist Kommunisten und Sozialdemokraten. Den Berufen nach waren die Insassen des KZ Kemna meist Arbeiter und Handwerker, vereinzelt jedoch auch Polizeibeamte, Unternehmer und sogar ein Minister (der frühere preußische Wohlfahrtsminister Hirtsiefer, Zentrum).

Die Gefangenen der Kemna waren in einem dreistöckigen Fabrikbau mit zwei aneinanderliegenden Hallen untergebracht. Im Erdgeschoß des Hauptgebäudes waren Küche, Wachstube und Geschäftszimmer. Im ersten Stock die meist aus Wuppertaler SA-Leuten zusammengesetzte Wachmannschaft, die später, als sich zeitweise 1000 Häftlinge gleichzeitig in der Kemna befanden, auch aus abkommandierten auswärtigen SA-Leuten bestand. Im zweiten und dritten Stock waren die Säle 3 und 4, in denen die Gefangenen auf dreistöckigen Bettstellen schliefen, während die Gefangenen der Säle 1 und 2 in den Hallen auf Strohsäcken hausten.

Das KZ-Gebäude an der Beyenburger Straße heute. Rechts der von den Häftlingen errichtete Neubau.