| Sachsenhausen (Deutschland) | ||||||
| Das im September 1936 errichtete KZ bei der kleinen Gemeinde Sachsenhausen im Kreis Oranienburg gehörte zur Stufe I (1941) der KZ (für bedingt besserungsfähige Schutzhäftlinge). Adjutant des Kommandanten war zeitweise Höß, der später das KZ Auschwitz leitete. Die Häftlinge (1937/38 je zur Hälfte politische und sogenannte Asoziale und Gewohnheitsverbrecher; 1939: 6000; 1943: 26000) des Lagers Sachsenhausen mit seinen 75 Außenstellen im norddeutschen Bereich arbeiteten in Betrieben der Firmen Krupp, IG Farben, Henschel, AEG u.a.
Etwa 15-20000 sowjetische Kriegsgefangene wurden im KZ Sachsenhausen z.T. durch Phenolinjektionen ermordet. Nach der sogenannten Reichskristallnacht wurden für mehrere Wochen 10000 Juden bis zur Abgabe ihrer Auswanderungsverpflichtung untergebracht. In Sachsenhausen wurden jüdische Maler, Graveure, Setzer, Drucker und Bankbeamte gezwungen, in der größten Fälscheraktion der Weltgeschichte Pfundnoten, Dollars, Briefmarken und Dokumente zu fälschen. Als einer der Überlebenden hat Adolf Burger, dem ich diese Seiten widme, die Vorgänge in einem Buch beschrieben, das 2006 verfilmt wurde und einen Oscar errang. Das Konzentrationslager wurde am 22. April 1945 von sowjetischen Truppen befreit. |
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