| Oskar Schindler, Gerechter unter den Völkern |
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| Geboren im mährischen Zwittau als Sohn eines kleinen Fabrikaten, versuchte sich Oskar Schindler zunächst als Rennfahrer.
Früh trat er der NSDAP im Sudetenland bei und arbeitete auf seinen Geschäftsreisen durch Polen für die deutsche Abwehr als Spion. Im Gefolge der Wehrmacht kam Schindler 1939 nach Krakau und übernahm hier eine bankrotte Eisenwarenfabrik. Der Coup war alles andere als sauber, aber dennoch ein Glück für Krakauer Juden: Der mittellose Schindler lieh sich das nötige Geld aus deren illegalen Vermögen und entschädigte sie mit den Produkten des Unternehmens. So erhielten die Investoren für das in ihren Händen wertlose Geld eine harte Währung für den Schwarzmarkt: Töpfe und Pfannen. |
Im Gegensatz zu anderen Besatzungsbetrieben wurden die jüdischen Zwangsarbeiter bei Schindler korrekt behandelt, als kriegswichtige Arbeiter waren sie vor Deportation und Willkür halbwegs sicher. Als das Krakauer Getto liquidiert wurde, rettete er seine Arbeiter in ein eigenes Arbeitslager und bewahrte sie so vor dem KZ. 1944, kurz vor der Evakuierung seines Betriebes, erweiterte Schindler seine Belegschaft noch einmal um 400 Personen. Von der SS kaufte er seine Juden vor der anstehenden Ermordung frei und ließ sie in einem kriegswichtigen Rüstungswerk in seiner Heimat arbeiten. Die irrtümlich nach Auschwitz transportierten Frauen seines Werkes konnte er im letzten Moment durch Bestechung vor der Vergasung retten. Bis zum Kriegsende produzierte Schindlers Fabrik für Geschoßhülsen absichtlich nur noch Schrott.
Am Tag der deutschen Kapitulation verließ Schindler seine Arbeiter, als Parteimitglied mußte er vor den Sowjets fliehen. Für die Rettung der mehr als 1000 Juden, die auf seiner Evakuierungsliste (Schindlers Liste) standen, hatte er nicht nur sein gesamtes Vermögen geopfert, sondern auch trotz mehrfacher Verhaftung immer wieder sein Leben riskiert. |
Nach dem Krieg verließ ihn der Erfolg. Er starb verarmt und vergessen in Frankfurt, wo heute eine kleine Straße an ihn erinnert. Beigesetzt wurde Schindler in Jerusalem auf dem Zionsberg.
In Anerkennung seiner Leistungen gewährte ihm die Bundesrepublik einen Orden und 500 Mark Rente. Außerdem erhielt Schindler eine Geldstrafe wegen der Ohrfeige für einen Mann, der ihn als Judenknecht beschimpft hatte. |
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